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Geschichte der Raumfahrt

Chronik des Jahres 1989

Auch im Jahr 1989 wurden die Missionen in der Raumfahrtgeschichte fortgesetzt. In diesem Jahr sollten Flüge mit verschiedenen Aufgabenstellungen zu weiteren Erkenntnissen über die Nutzungsmöglichkeiten der vorhandenen Technik bzw. zur weiteren Erkenntnissicherung auf den verschiedensten Gebieten der Forschung dienen.

Am 13.03.1989 startete die Raumfähre „Discovery“ unter der Mission STS-29 zu ihrem achten Flug ins All. An Bord der Discovery befanden sich 5 Besatzungsmitglieder:

Ursprünglich war der Start bereits für den 18.02.1989 vorgesehen, musste aber durch notwendig gewordene Reparaturen (u.a. Flüssigsauerstoffpumpen der Haupttriebwerke) verschoben werden. Am 13.03. gab es auf Grund widriger Wetterverhältnisse eine erneute Startzeitverschiebung von 110 Minuten. Die Besatzung hatte den Auftrag, neben vielen Experimenten, den Kommunikationssatelliten TDRS-4 und machten mit Hilfe einer handgeführten IMAX- Kamera Aufnahmen. Am 18.03.89 landete die Discovery planmäßig in Edwards AFB, Kalifornien. Schon am 04. Mai dieses Jahres machte sich die nächste Crew auf den Weg ins All. Zur Besatzung der „Antlantis“, die zu ihrem 4. Flug startete, gehörten:

Wieder musste der erste Startversuch am 28.04.89 31 Sekunden vor dem Start abgebrochen werden, weil es Probleme im Flüssigwasserstoffkreislauf gab. Am, für den 04.05.89 neu festgesetzten, Starttag konnte der Countdown mit einer Verzögerung von knapp einer Stunde beginnen. Schon kurz nach dem Start der Atlantis konnte planmäßig die Venussonde Magellan planmäßig ausgesetzt. Außerdem musste einer der 5 Hauptcomputer im freien Raum ausgetauscht werden. Zum ersten Mal wurde eine Raumsonde vom Space Shuttle aus gestartet. Am 08.05.89 landete auch die Atlantis planmäßig.

Planmäßig am 08.08.89 erfolgte der nächste Start einer Raumfahrtmission. Dieser Start erfolgte absolut planmäßig. Diesmal gab es eine Besonderheit – die Raumfähre Columbia startete zum ersten Mal nach der Challenger – Katastrophe wieder. Dieser Flug STS-28 erfolgte im Auftrag des US-Verteidigungsministeriums und unterlag damit strengster Geheimhaltung. Bekannt geworden ist nur, dass während des Fluges zwei militärische Satelliten ausgesetzt wurden Während dieses Fluges wurden zwei Militärsatelliten ausgesetzt. Einer von beiden könnte ein Kommunikationssatellit im Rahmen des "Satellite Data System (SDS)" gewesen sein. Am 13.08.89 erfolgte die planmäßige Landung auf der Edwards Air Force Base in Kalifornien, obwohl während des Wiedereintritts in die Atmosphäre unerwartet hohe Temperaturen am Hitzeschild gemessen wurden. Die fünf Besatzungsmitglieder kehrten wohlbehalten auf die Erde zurück.

Mit der Mission Sojus TM-8 startete von Baikonur aus am 05.09.89 ein sowjetisches Raumschiff zur Weltraumstation MIR. Die Startbesatzung bestand aus Alexander Stepanowitsch Wiktorenko und Alexander Alexandrowitsch Serebrow, außerdem gab es noch eine Ersatzmannschaft. Das Andocken an die Station Mir musste per Hand vorgenommen werden, weil die Automatik versagte. Ansonsten verlief der Aufenthalt wie geplant. Von der nun schon fünften Besatzung der Raumstation wurden verschiedene Aufgaben erledigt: Es mussten Wartungsarbeiten erfolgen, zum Teil auch einige technische Systeme erneuert werden. Außerdem waren wissenschaftliche Experimente und Forschungsaufgaben in vielen Bereichen (Geologie, Astronomie, Raumfahrttechnologie u.v.m.) vorgesehen. Ein neues Modul dockte Anfang Dezember an, und es wurden Außenbordarbeiten durchgeführt. Des Weiteren erfolgte die Erprobung eines autonomen Manövriergerätes,a mit dessen Hilfe es für Besatzungsmitglieder möglich sein soll, den Arbeitsradius erheblich zu vergrößern. Gelandet ist die Sojus TM-8 wohlbehalten am 19.02.90.

Die nächste „Atlantis“mission startete am 18.10.89. Eigentlich war dieser Flug schon für den Mai 1986 vorgesehen, wurde aber aufgrund der Challenger-Katastrophe abgesetzt. Auch die beiden ersten Startversuche mussten wegen technischer Probleme bzw. schlechten Wetters abgebrochen werden. Die 5 Besatzungsmitglieder hatten vielerlei Aufgaben zu erledigen. So musste z.B. die Jupitersonde Galileo zusammen mit der Raketenoberstufe im Weltraum ausgesetzt werden. Außerdem wurden Experimente auf den mannigfaltigsten Gebieten durchgeführt - Erderkundung, Umweltforschung, Materialtechnologie, Astronomie und Medizin. Am 23.10.89 landeten die Astronauten planmäßig in Edwards AFB, Kalifornien.

Der Start des Space Shuttles „Discovery“ war ursprünglich für den 20.11.89 vorgesehen. Es sollte der 9. Flug dieser Raumfähre sein. Wieder traten technische Probleme auf. Es mussten Teile der Elektronik der Feststoffraketen ausgewechselt werden. Das führte zu einer Startverzögerung, so dass die Discovery erst am 23.11.89 mit der fünfköpfigen Besatzung abheben konnte.

Zweck und Zielerreichung der Mission STS-33 kannte wieder nur das US-Verteidigungsministerium, denn alles unterlag wieder strengster Geheimhaltung. Nach fünftägigem Aufenthalt im All landete Discovery plangemäß am 28.11.89 in Edwards AFB, Kalifornien.

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